Ladesäulen statt Tankrabatt

Manchmal überrascht es schon, wie sehr die „großen Themen“ in Berlin mit den „kleinen Themen“ in Gröbenzell zusammenhängen: wir Grüne haben kürzlich im Gemeinderat einen Antrag zur Errichtung von Ladesäulen auf öffentlichem Grund durch private Stromanbieter gestellt. In Berlin pumpt man derweil Milliarden in die Kassen der Ölkonzerne. Dabei ist klar: die Zukunft fährt elektrisch. Selbst im „Kipp-das-Verbrennerverbot“-Land Bayern sind im ersten Quartal 2026 fast 42% Hybride und 21% rein elektrische Fahrzeuge zugelassen worden. Also ist es nur konsequent, dafür zu sorgen, dass die Menschen ihre elektrischen Autos auch laden können. Eine Komponente für dieses Angebot sind die Ladesäulen privater Betreiber auf öffentlichem Grund. So etwas muss gesetzeskonform ausgeschrieben werden – und darauf zielte unser Antrag: die Gemeinde schlägt Standorte vor und private Betreiber können sich darauf bewerben. Interessante Standorte sind z.B. der Friedhof und die Parkplätze am Wildmoos. Uns ist klar: es muss auch Möglichkeiten geben, mit Hausstrom an der privaten Wallbox zu laden – und das nicht nur, wenn man ein Eigenheim besitzt. Auch an diesem Thema sind wir dran: wie kann man trotz der teilweise komplexen Eigentumsverhältnisse in Gröbenzells Garagenhöfen für eine günstige Lademöglichkeit sorgen? Weil eines ist klar: der Tankrabatt verpufft und ist sozial ungerecht – wir brauchen eine nachhaltige Lösung, technisch und – z.B. Thema Klimageld – auch finanziell.

Reinhard Jurk für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Gemeinderat Gröbenzell