Gsund bleim bei der Mordshitzn (Gesundheitstips für Hitzewellen)

So kommt Ihr/Sie gut durch die Hitze:

Wer ist besonders gefährdet?

Ältere Menschen über 80 Jahre, Schwangere, chronisch Kranke (zB Diabetes, Herz-Kreislauf, Nierenerkrankungen, psychische Erkrankungen, Demenz), kleine Kinder – und Personen, die sich nicht komplett selbst versorgen können

Was sollte man tun?

Planen: nach persönlicher Gefährdung. Personen mit chronischer Erkrankung und Medikamenteneinnahme sollten einen Hitzeplan mit Hausärztin/arzt absprechen. Am besten auf die Heidelberger Hitzetabelle ansprechen: www.dosing.de
Personen, die sich nicht selbständig versorgen können, sind gefährdet. Sie brauchen einfachen Zugang zu Getränken und Hilfe, ihre Wohnräume möglichst kühl zu halten.

Für alle

Ventilatoren bringen Erleichterung, und sind einfacher zu installieren als Klimaanlagen.

Aktivitäten in die kühleren Morgen-/Abendstundenverlegen; Wohnung oder Haus lüften, wenn es kühler ist

Genug trinken: Wasser und ungesüßte Getränke. Getränke mit Alkohol können dem Körper mehr Flüssigkeit entziehen, als sie zuführen – also eher meiden oder zusätzlich viel Wasser trinken. Koffeinhaltige Getränke müssen nicht grundsätzlich vermieden werden, sollten aber in Maßen getrunken werden.

Passend anziehen: lockere, helle Kleidung, die vor direkter Sonneneinstahlung schützt – Kopfbedeckung zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung wichtig.

Längerfristige Planung: da es ja, aufgrund der dummen/verbrecherischen Politik der letzten Jahrzehnte, noch heißer wird, müssen wir uns leider mit der Installation von Klimaanlagen befassen. Hier gibt es Kombi-Geräte, die im Winter nach dem Prinzip Wärmepumpe heizen können. Lassen Sie sich beraten.

KlimaschutzJetzt erst recht!

80% der Bevölkerung wünschen sich mehr Engagement – und sie haben recht.

Diese Hitzewelle ist kein Zufall. Der menschengemachte Klimawandel macht Hitzewellen häufiger, länger und gefährlicher. Eigentlich sollten die globalen CO2-Emissionen seit längerem sinken, tatsächlich steigen sie jedes Jahr weiter. 

Was Sie heute tun können

1. Einfach: 

⚡ Zu echtem Ökostrom wechseln
Achten Sie auf Tarife mit dem Grüner Strom Label oder ok-power. Damit fördern Sie den Bau neuer Wind- und Solaranlagen. 

🥗 Weniger Fleisch – mehr Klima
Ein veganer Burger schlägt mit 0,5 kg CO2 zu Buche, ein Rindfleischburger mit 3-9 kg. Weniger Fleisch und tierische Produkte sind besser für das Klima. 

2. Mittelschwer: 

🚲 Fahrrad oder elektrische Verkehrsmittel
Bahn oder Elektroautos sind das Beste fürs Klima – Fahrrad ist natürlich noch besser. „Electric Europe“. Es gibt zB neue, attraktive Nachtzüge, buchbar unter nightjet.at.

3. Am einfachsten: Klimaschutz wählen

Für den größten Anteil Klimaschutz braucht es die richtige Politik, und da hakt es am meisten. Sprechen Sie mit Familie, Freunden und politisch Verantwortlichen. Gute Klimapolitik entsteht dort, wo Menschen sie einfordern und Parteien wählen, die Klimaschutz machen.

Jede Entscheidung zählt

Die Zukunft ist noch nicht entschieden. Je schneller wir Emissionen senken, desto geringer werden Hitze, Dürren und Überschwemmungen ausfallen.

Was die anderen tun: leider verMerzt.

Bayern verschiebt die Klimaneutralität aktuell von 2040 auf 2045 – aber: beim aktuellen Schneckentempo der Staatsregierung wird es noch mindestens bis 2090 dauern.

Die Bundesregierung stoppt die EU-Anstrengungen zur Reduktion von Methanausstoß (Methanverordnung). Methan ist eines der stärksten Treibhausgase, aber nur kurz in der Atmosphäre – also wäre das die schnellste Möglichkeit, die Erwärmung zu reduzieren.

(Dr.Norbert Heinrich)